Hungrig, hungrig
Dürstets mich nach dir
O Seele, o Kraft,
Wohin hast du dich vergangen?
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Ich werde
Ganz bestimmt nicht!
Ich bin
Was ich pfleg zu sein!
Verzichte auf
Das ganze Gehabe:
Prinzipien, Sätze, Reiterein!
Ausbruch pflege ich zu sein -
Bis in alle Ewigkeit!
Ich höre
Ganz bestimmt nicht
Gehöre zu
Denen, die zweifeln! Zweifel
An der Richtigkeit
Der Unumstößlichkeit.
Doch unbezweifelbar:
Ich werde sein, ja!
Auch ohne dies
Auch ohne...
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Analyse, Kopfeskunst
Brech das Eisen
Bis dus verwundst
Das arme Wesen
Noch halb Natur
Fantasie, brech ihr den Schwur!
Auf ewig einfach Mensch zu sein
Nicht hoch hinaus
Auch mal verzeihn
Dass in dir drin
Ein Herzlein wohnt
Dessen Trieb sich durchaus lohnt.
Frei sein, frei
Mehr will ich nicht
Wies auch immer sei!
Mäßigung, komm, sag Adé' -
Will nun nie mehr bezwecken,
Gefühle zu verstecken!
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Alles muss raus
Alles zu viel
Alles weg
Alles, alles
Alles was zählt ist
Alles muss raus
Alles zu laut
Alles verhasst
Alles mir nach!
Alles, alles
Alles was zählt ist
Nichts.
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Bahngetummel, Wortgewimmel
Rastlos fliegen Lichterfimmel
Flugzeugrauschen, Dekotingel
Und das ganze Stadtgeklingel
Autoquietschen, Motorlärm
Ach, wie hätt ich dich so gern!
Wärst du nicht da - zumindest nachts
Ersparest mir doch Kummer, Hass.
Bloß eine einzge Sekunde Ruh
Ach, das stände mir doch zu.
Doch statt zu zügeln all den Lärm
Haltet ihr die Stille fern!
Muss ich mir gar die Ohren halten
Sie wohl zu Luftverschlossnem falten
Und mich erträum an andre Orte
Wo die Ruh die Welt noch hortet.
Bis ich endlich find mein Glück
Das mir niemand hält zurück
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Ich träumte von dir
Wie du Theater spieltest
In einem Traum
Den ich nicht verstand
Du spieltest Theater
Und ich sah dir zu
Lachen und Weinen
Leid und Wut.
Die Unwirklichkeit
Schien sich mir zu
Füßen zu werfen
Nur um sich dann
An ihnen hochzuhangeln
Und Stück für Stück
Meinen Leib einzunehmen.
Durch ihn wurde sie lebendig.
Durch ihn wurde sie wirklich.
Und viel zu greifbar
Umschloss sie mein Herz
Und wrang das Blut aus
Ihm heraus, das es
Schmerzlich in sich zu behalten
Versuchte. Und scheiterte.
Sie nahm mein Herz ein
Und zwang es zu weinen
Im Traum
Sowie im Traumlosen -
Doch du spieltest nur Theater
Und ich war Zuschauer,
Jämmerlich an dein Spiel
Verknüpft.
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Kein Sinn die Worte zu fassen.
Kein Sinn sie liegen zu lassen.
Mein Kopf dreht sich,
Und es wird still -
Gedankenkarussell.
Du drehst dich Tag und Nacht
Lässt mir keine Macht
Dich anzuhalten.
Du drehst dich schneller und schneller
Blitzende Lichter, immer heller
Bis alles verschwimmt
Gedankenkarussell!
Tränen bescherst du mir,
Wut und Leblosigkeit
Ich versinke in deiner Einsamkeit -
Bis du stoppst.
Kein Sinn die Worte zu fassen.
Kein Sinn sie lautlos zu lassen.
Du drehst dich so oder so
Weiter und weiter.
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Zerfresst mich, Gefühle!
Zerreist mich in tausend Stücke!
Ich werde dann versuchen
Mich wieder aufzubauen.
Belagert mich, Erinnerungen!
Macht mich doch
Blind und taub für die Welt!
Ich werde dann versuchen
Trotzdem wieder zu lachen.
Zermalmt mich, Gedanken!
Brecht die Wunden auf
Die ich mir selbst einst zufügte!
Ich werde dann versuchen
Sie wieder zu schließen und,
Ganz vielleicht sogar, zu heilen.
Erschlag mich, mein Ich!
Weck mich endlich,
Endlich auf!
Aus dem tiefen Schlummer der Angst.
Ich werde dann versuchen
zu leben.
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Nichts von Bedeutung.
Vergänglich, vergänglich
Sind die Dinge, die Menschen,
Das Leben!
Bloß ein Karussell, das sich
Unaufhörlich dreht und
Von dem ich schmerzlich abspringe,
Um etwas zu bewegen, nein,
Den Rahmen zu sprengen!
Unwichtig, das alles
Was meine Kopf striktstrickend erfüllt so
Belanglos gegen das Leben.
Das Leben war nicht,
Wird nicht sein.
Das Leben ist -
Das Leben ist Veränderung:
S'ist der Wandel, der das Leben sprengt
Aus dem Notwendigen Gang des Ganzen.
Ja, er ists!
Er, der mich auf Himmelsschwingen
Beflügelnd trägt!
Ja, er ists, der mich leben lässt gar
Fliegen lässt - bis in alle Ewigkeit.
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Herzlein, ach, bemüh dich nicht
Menschen sind dir hinderlich
Sie werden es stets sein und nun
Bedrängen sie dein Wert und Tun.
Herzlein, ach, es reicht doch nicht
Erfüllst du immer deine Pflicht
Und was man so zu nennen pflegt
Ist doch nicht das, was dich bewegt.
Herzlein, ach, so tot wie Blei
Nein, das wolltest du nie sein -
So winde dich aus diesem Grab
Und mach dein Tun zu einer Tat!
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Für alles gibt es brav ein Maß
So sicher und gar treu.
Ja, das ichs niemals nie vergaß,
Es wurd mir eingebleut.
Von Anfang an, da war es da
Veränderte mich schnell
Verlässt mich nie, ist immer da
Dem Kopfe stets als Fell.
So schützt es dann Tag ein, Tag aus
Zu weichen scheint es nicht.
Sein Dasein ist mir gar ein Graus -
Daran mein Herz zerbricht.
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Es erreichte mir dein Blick
Fesselnd, schön wie Morgentau
Ergreifend stark wie Himmelsgrau
In dem mein Blick versinkt.
Nicht mehr lösen konnt ich mich
Von diesem süßlieblich Gesicht
Nehme dich so sinnlich wahr -
Dränge mich ganz tief an dich
Hinein ins lieblich Angesicht.
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Wie eine Flamme
Bin ich.
So unscheinbar und klein
Und doch so mächtig
Ein loderndes Feuer
Auszulösen.
Doch ich bleibe bloß,
Bin bloß Flamme
Tänzel herum und
Lasse mich von jedem
Seichten Windzug beirren
Der mich auszulöschen droht,
Beweglich wie ich bin.
Wechsel meine Richtung,
Wende mich
Von links nach rechts
Und erzittere -
Erzittere!
Vor jedem Wort
Das durch seinen Hauch
Mich vernichten könnte.
Wahllos stelle ich mir vor
Etwas anderes zu sein als
Bloß Flamme -
Stabiler, fester, kälter.
Nicht zu beinflussen und
Unberechenbar.
Doch anstatt das lodernde Feuer
Zu wählen
Wähle ich den Stein
Der meine Wärme erlischt
Und
mein Herz
Erkaltet zurücklässt.
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Es ist gesprochen.
Es wird gesagt.
Und immer wieder -
Dieser Reiz!
Es verändert sich
Es verändert mich
Und ich lasse es zu.
Lasse ihn zu,
Diesen Reiz!
Ein Reiz der mir
So reizvoll scheint.
Der Weg
Den er mir zeigt
Scheint steinlos und
So einfach zu sein
Wenn auch etwas trist
Aber der Reiz -
Er reizt mich jedes Mal
Lässt mich nicht los
Winkt mir zu
Um mich zu reizen:
"Geh den Weg der Sicherheit!"
Ruft er mir zu.
Der Weg, den ich
Schon so oft beschritt.
Zu oft?
Ein Weg frei von
Dornen. Gesteige. Und doch...
Es fehlt. Es fehlen
Die Farben, die Formen
Das Licht, die Dunkelheit.
DAS LEBEN
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Konkurrenz, Konkurrenz -
Ich laufe mit den Anderen.
Laufe gegen sie, falle dabei
Bleibe liegen und blicke
Auf die tiefen Schürfwunden.
Vergleich, Vergleich -
Ich konkurriere mit den Anderen.
Mit Fremd und Bekannt
Mit Alt und Neu
Mit Vergangen und Vergessen
Um mich zu messen.
Kampf, Kampf -
Ich verkrampfe gegen die Anderen.
Werde stahl, werde kalt
Werde leblos
Nur um zu gewinnen.
Frieden. Frieden -
Was ist dieses Andere?
Ein konkurrenzloses
Ein kampfloses
Ohne Vergleich
Ohne Wenn und Aber
Ein Zustand der mir zusteht
Und niemals vergeht.
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